AMD hat den Threadripper offiziell vorgestellt

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  • Gestern gab AMD die ersten Details zu den beiden ersten Threadripper-Prozessoren Threadripper 1950X und 1920X bekannt.
    Diese ersten beiden Modelle sollen 16 bzw. 12 Kerne bieten und 999 bzw. 799 US-Dollar kosten.

    Ebenfalls gestern bekanntgeben wurde der Start der beiden neuen Desktop-Modelle Ryzen 3 1300X und 1200 am 27. Juli.


    Im Reddit-Forum sind nun weitere Informationen aufgetaucht. Dazu gehören unter anderem Informationen zu einem dritten Threadripper-Modell, welches auf den Namen 1900X hören soll. Dieses Modell soll wie die größten Ryzen-7-Prozessoren acht Kerne bieten und damit bis zu 16 Threads verarbeiten können. Angaben zu den Taktraten gibt es nicht, dafür aber wird auch hier eine Thermal Design Power von 180 W genannt. Auch einen Preis soll es bereits geben: 549 US-Dollar soll der kleinste Threadripper kosten und damit den günstigsten Einstieg zusammen mit dem X399-Chipsatz bieten.


    Selbst der kleinste Threadripper könnte durch den Umstand interessant werden, dass auch er insgesamt 64 PCI-Express-Lanes bieten wird und mit einem Quad-Channel-Interface für den Arbeitsspeicher daherkommen wird. Ein kleines Fragezeichen besteht noch hinter der Tatsache, ob er auch 32 MB L3-Cache bieten wird.

    Das auch das kleinste Modell eine Thermal Design Power von 180 W vorweisen soll, klingt etwas merkwürdig, schließlich kommen hier nur halb so viele Kerne zum Einsatz wie beim 1950X. Da auch diese bereits mit einem Boost-Takt von 4,0 GHz arbeiten ist kaum wahrscheinlich, dass der 1900X deutlich höher taktet um das TDP-Budget besser auszunutzen. Die Ryzen-Prozessoren haben gezeigt, dass deutlich über 4 GHz nur schwer zu erreichen sind.

    Noch keine Informationen gibt es über den genauen Aufbau der Threadripper-Prozessoren. AMD verwendet hier Multi Chip Module (MCM), die eine gewisse Flexibilität bieten. Zuletzt sprach Intel in diesem Zusammenhang von "glued-together"- also einfach zusammengeklebt. AMD und Intel fahren derzeit unterschiedliche Strategien. Während AMD auf einen modularen Aufbau setzt, verwendet Intel große monolithische Chips mit enormer Fläche. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Chips im MCP-Design lassen sich relativ einfach fertigen, sind jedoch von einem schnellen Interconnect abhängig. Große monolithische Chips hingegen erreichen inzwischen enorme Größen, sind entsprechend aufwendig zu fertigen, die Kommunikation innerhalb des Chips ist aber hinsichtlich der Bandbreite und vor allem Latenz berechenbarer.

    Bei allen neuen Prozessoren auf Basis der Zen-Architektur setzt AMD auf diese Modulbauweise. CCX-Module (CPU Complex) werden mit unterschiedlichen Kernanzahlen kombiniert und zusammengesetzt. Bei Threadripper greift AMD auf zwei dieser CCX-Module zurück und verwendet derer vier. Daraus ergeben sich aufgrund der notwendigen Symmetrie folgende Konfigurationen:

    • 16 Kerne: 4+4+4+4
    • 14 Kerne: 4+3+4+3
    • 12 Kerne: 3+3+3+3
    • 10 Kerne: 3+2+3+2
    • 8 Kerne: 2+2+2+2

    Bisher hat AMD allerdings nur die Konfigurationen mit insgesamt 16 und 12 Kernen offiziell vorgestellt, das Achtkern-Modell wird aktuell nur in den Gerüchten behandelt. Wir werden sehen, welche Threadripper-Modelle AMD noch vorstellen wird.

    Ab Anfang August sollen die ersten beiden Threadripper-Prozessoren verfügbar sein.

    Auch die Preise der ersten beiden Ryzen-3-Prozessoren will die Reddit-Quelle kennen. Der Ryzen 3 1300X soll demnach 129 US-Dollar kosten und der Ryzen 3 1200 kommt auf 109 US-Dollar.



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